Ohrmuschelkorrektur

Das sogenannte „abstehende Ohr“ oder Apostasis otis ist eine natürliche Variation der Ohrmuschelstellung. Ohrmuscheln, die einen größeren Winkel als 30° bilden, werden als "abstehend" wahrgenommen.

In der europäischen Bevölkerung tritt die Apostasis otis mit einer Häufigkeit von ca. 1:4000 auf. Betroffene, vor allem im Kindes- und Jugendalter, leiden oft stark unter "abstehenden Ohren", daher erfolgt häufig eine Korrektur vor der Einschulung.

Ohrmuschelkorrektur
6-jähriger Patient mit "abstehenden Ohren" (links)
Ergebnis 3 Monate postoperativ (rechts)

Die Wahl des Operationsverfahrens hängt maßgeblich von der individuellen Form der Ohren ab. Die von uns angewandten Methoden beruhen auf verschiedenen Naht- und Ritztechniken. So kann eine dauerhaft stabile und natürliche Form der Ohrmuschel erreicht werden. Eine Symmetrie beider Ohren wird natürlich angestrebt, ist aber (wie auch in der Natur) nicht immer zu 100 Prozent möglich, da jedes Ohr unterschiedlich ist. Der Eingriff erfolgt bei Kindern in Vollnarkose, bei Erwachsenen genügt meist eine örtliche Betäubung.